01 Rebekka Knoll

Der Schreibwerkstatt-Podcast

2021, Kreatives Schreiben E.V.
Sage und schreibe
https://sage-und-schreibe.com/

2004 war Rebekka zum ersten Mal auf der Schreibwerkstatt. Damals noch als Teilnehmerin. Heute ist sie uns als Teamerin erhalten geblieben. Sie veröffentlichte unter anderem Romane und Jugendbücher und betreibt den Podcast “Platonisch Nackt”. 2020 erschien Rebekkas Liebesroman “Blaue Nächte” beim Penguinverlag. 00:00 Begrüßung und Vorstellung 02:44 Rebekka als Teilnehmerin 09:36 Text von ganz Früher 15:51 Rebekka als Teamerin 19:26 Rebekka als Autorin 28:40 Autorinnenlesung 37:01 Die heiße Kartoffel 45:03 Briefkasten 55:09 Schreibanstiftung 57:55 Empfehlungen & Ankündigungen Abonnieren könnt ihr den Podcast mit dieser Adresse: https://sage-und-schreibe.com/feed/mp3/ Für Android empfehlen wir AntennaPod – für ios Pocket Casts oder Apple Podcasts. Die Musik ist von Wintergatan aus den Videos “Playing the Cyber Bass” und “Custom Bass Cyber Capos“

Transcript

Soundboard

Richard:
[0:25] Ja hallo, heute hier zum zur ersten Folge des Schreibwerkstattpodcast sage und schreibe,
ein Podcast des Vereins, Kreatives Schreiben e.V. aus Berlin.
Unser eigentliches Gewerbe ist, wir richten Schreibwerkstätten aus, meist zwei große Schreibwerkstätten im Jahr, im Sommer und im Herbst in Berlin um Berlin herum.
Und im Moment jetzt im tiefen Winter hat uns ein bisschen die Wehmut ist uns ein Heim gefallen und.
Wenn wir schon gerade keine Schreibwerkstätten machen können, wollen wir doch zumindest jetzt alle zwei Wochen darüber reden. Werde ich, Richard Günther, Teil des Vereins kreatives Schreiben.
Werde mir jemand einladen aus dem Kosmos, der Schreibwerkstätten und heute zu Gast ist Rebekka Knoll, hallo Rebekka.

[1:14] Genau Rebekka selber ist schon lange dabei, auch bei den Schreibwerkstätten schon seit zweitausendvier,
erst als Teilnehmerin und ist dann den Weg aller aller guten Teilnehmerin gegangen, wenn sie zu lange dabei sind und es selber,
Thiemerin geworden. Ab zweitausenddreizehn Rebekka hat studiert, Theaterwissenschaft und Germanistik und sich dann den Traum erfüllt, der sich auf so manchen Schreibwer,
und in den Gruppen entspinnt und hat ein eigenes Buch geschrieben. und das war so toll, dass sie noch eins geschrieben hat und noch eins und noch eins und noch eins,
Genau die letzten beiden Bücher aus dem letzten Jahr sind blaue Nächte. Ihr letzter Roman und ein.
Halbroman oder Halb Sachbuch mit ihrer Freundin Rebecca Schild zusammen über was Freundschaften sind aus literarischer Sicht und aus aus Psychotherapeutischer Sicht, aus psychologischer Sicht genau Freunde fürs Leben heißt das.
Was mich persönlich immer sehr beeindruckt hat, Andre Becker ist, sie hat mich sozusagen, sie hat nicht gesagt, sie ist jetzt Schriftstellerin und das war's, sondern sie hat immer gearbeitet und das Schreiben neben dem Beruf geschafft, was m
ja, also für mich extrem beeindruckend ist
und hat jetzt aber letztes Jahr den Sprung gewagt aus dem sicheren Erwerbseinkommen ins ins Schriftstellerdasein und probiert das jetzt mal aus. Ja, hallo Rebekka nochmal.

Rebekka:
[2:41] Ja hallo, vielen Dank für die Einladung Richard.

Richard:
[2:44] Genau, ich will anfangen, dich zu fragen. Du warst ja mal bei der Schreibwerkstatt, weißt du noch, wie dein erstes Mal bei der Schreibwerkstatt war.

Rebekka:
[2:53] Ich weiß es noch ein bisschen, also man muss dazu sagen, dass meine Erinnerungsfähigkeit an sich schon sehr begrenzt ist und dafür ist es
viel, dass ich mich ein bisschen erinnere. Ich weiß auf jeden Fall noch, dass ich wahnsinnig aufgeregt war, als ich dort war, weil ich ja auch niemanden kannte und meine Eltern haben mich damit hingefahren und das war,
sehr, sehr, sehr, sehr aufregend und ich fand's dann ganz unglaublich so viele Menschen kennenzulernen, die schreiben, weil ich dachte immer, das ist eine Sache, das machen eigentlich nur sehr seltsame, sehr wenige Menschen auf der Welt
wie ich zum Beispiel und dann waren plötzlich ganz viele da und ich war irgendwie dann,
Die ganze Zeit während ich da war, wie in so einem Rausch aus Aufregung und Freude und ja, ich konnt's gar nicht fassen. Es war wirklich irgendwie ein ganz einschneidendes Erlebnis im positiven Sinne natürlich für mich.

Richard:
[3:38] Ja, das das fällt ja immer wieder auf, dass es so es sind so Leute, die zusammenkommen, die alle so Freundeskreise haben, aber in diesen Freundeskreisen so ein bisschen isoliert sind mit diesem seltsamen Hobby schreiben und dann eben noch mehr davon auf einmal treffen und m
ja dieses Gefühl kennenlernen
Kannst du dich noch sozusagen an die ersten Schreibgruppen erinnern und was du so da zuerst mal gedacht hast, so funktioniert so eine Schreibgruppe.

Rebekka:
[4:03] Das weiß ich nicht mehr so ganz,
Ich weiß noch, also wir starten ja bei der Schreibwerkstatt immer mit so einem Schreibparkour und ich weiß noch, dass ich da mich erstmal sehr überfordert gefühlt habe, weil man ja innerhalb von ja, manchmal zwanzig Minuten oder dreißig Minuten dann irgendwie
nur kurz sich irgendwie vorstellt, eine kurze Idee vom von der vom der Teamerin oder dem Thema hört und direkt loslegen soll und am Anfang war ich da irgendwie völlig von überfordert und habe aber immer gedacht, ich muss jetzt auf jeden Fall irgendwas zu Papier bringen, egal wie das ist und hab dann immer irgendwas geschrieben und ich weiß nur, dass ich's schon bei der ersten Schreibwerkstatt dann irgendwie
sehr lehrreich und gut fand, einfach was zu schreiben und das vorzulesen, ganz egal, wie schlecht das ist. Es hat also schon all das hat mir irgendwie geholfen.

Richard:
[4:48] Diesen, diesen Punkt überwinden
das versuche ich auch immer sozusagen anderen zu erklären, wenn die sozusagen von mir hören wollen. Warum ist das denn toll? Eben gerade dieses Lernen loszulassen, das nicht nicht jeder Text sozusagen sofort die Erfüllung ist, sondern es ist erstmal nur man schreibt erstmal was, so man macht so
wenn man irgendwie Sport übt in der Freizeit macht man es ja auch nicht für Olympia, sondern erstmal nur für sich und das muss man nicht gut sein, wenn man mal um den Block rennt.
Wann hat sich schon beim ersten Mal
für dich so ein Schreibwerkstattgefühl eingestellt, was du dann später wieder gesucht hast oder ist sozusagen diese diese Schreibwerkstatt ist, also das, was du heute davon denkst, ist das erst mit den Jahren entstanden.

Rebekka:
[5:26] Ich glaube, das kann ganz, ganz schnell. Also ich,
Ich glaube, dass die also das das Gefühl an, dass ich noch am, also am ehesten noch rankomme von damals ist so dieses
plötzlich so viel die ganze Zeit stundenlang bis tief in die Nacht und irgendwie ohne Pause. Also dieses pausenlose Kreativsein und so ein pausenloses
überfordert sein auf 'ne gute Art und Weise und irgendwie ja dann vielleicht eher gefordert sein tagelang irgendwie das
Das hat mich da so reingezogen glaube ich und da da wollte ich also das habe ich auch dann lange nicht loslassen können. Also jetzt bin ich mittlerweile
als Team erinnern an dem Punkt, dass ich's auch mal schön filme, mal eine Stunde einfach nichts zu machen und dann vielleicht mal spazieren zu gehen oder so, aber das habe ich lange Jahre nicht loslassen wollen, dieses Gefühl von die ganze Zeit, diesen Rauschsein und,
gar nicht stillsitzen, sondern das alles mitnehmen und so. Also das ja, das fand ich ganz beeindruckend.

Richard:
[6:21] Ja. Ich, also bei mir ist es auch so, ich bin sonst auch gar nicht fähig, dass so
aufzunehmen und durchzuführen. Also sozusagen so viel Energie verspüre ich sonst gar nicht. Also sozusagen die Frage ist ja wirklich sozusagen, inwiefern sozusagen man verausgabt sich ja dann schon manchmal zu sehr. Das merkt man dann in den eins, zwei Wochen danach
aber auf der anderen Seite, auf der anderen Seite hat man sonst auch nie vier Tage, die so dermaßen produktiv sind oder so so ja, so so erfüllend.
Schwierig loszulegen. hast du über die Jahre gemerkt, dass ich also was ich in der an der was du schon gesagt hast in der Schreibwerkstatt dieses Texte teilen und da selbstsicherer werden, indem,
dass man schreibt, dass man vorliest, was man schreibt. Hast du auch gemerkt, dass ich deinen Schreibstil geändert hat? Oder eher nicht so sehr dadurch durch die Schreibgruppen.

Rebekka:
[7:09] Ich glaube, dass man, also dass ich dadurch ganz viel Inspiration bekommen hab, was auch möglich ist und wie man aufschreiben könnte, also so verschiedene Stile kennenzulernen, okay, man kann auch 'ne Geschichte ganz anders aufziehen, als sich das bis jetzt
je für Möglichkeiten habe oder man kann auch irgendwie ganz andere Zielstimme finden, so diese Vielfalt, die hat mich glaube ich schon
sehr beeinflusst grade auch als ich als Jugendliche da war.
Aber ich habe jetzt nichts Konkretes mehr dazu im Kopf, aber so diese ja vor allem die Vielfalt und das immer wieder ganz neue Einflüsse dazu kamen und ganz neue Ideen und dass man auch mal aus irgendwie aus einem ganz kleinen Anstoß, der einem erstmal so
Nebensächlich vorkommt, dass man dann sogar daraus irgendwie was ganz,
tiefgehendes oder auch einfach nur witziges, was was die Leute einfach nur einmal zum Lachen bringt und das reicht dann auch schon. entstehen lassen kann, das ja.

Richard:
[8:03] Ich habe das bestimmte Gruppen, in die du dich besonders hingezogen gefühlt hast, denen du dich immer sozusagen zugewandt hast.

Rebekka:
[8:11] Also mit fünfzehn, sechzehn waren das vor allem die Gruppen, wo ich dann so richtig hm melancholische,
tiefgründig, also ich dachte damals sehr tiefgründige Texte mit so einem Hang zur Schwere schreiben konnte. Das war mir damals ganz wichtig.
Ich habe mich lange nicht an irgendwas rangetraut, wo man vielleicht auch einfach mal bisschen Quatsch macht. Das habe ich ganz lange nicht gewollt, weil ich immer dachte, so nee, das ist nicht so meins, das kann ich nicht, wenn ich witzig sein will, dann klappt das auf gar keinen Fall und habe dann eher so die,
mochte eher so, dass das so was so schwer gewogen hat. Das war das war voll mein Ding.

Richard:
[8:49] Und später sozusagen dann gegen Ende deiner Laufbahn, als du so langsam die die ältere wurdest unter den Teilnehmerinnen.

Rebekka:
[8:59] Ja, ich glaube, irgendwann hat sich so ein bisschen meine Einstellung geändert, dass ich da nicht mehr dachte, okay, ich will jetzt eine Schreibgruppe haben, wo ich voll den krassen Text schreiben kann, sondern da habe ich dann auch gedacht, ich will jetzt eine Schreibgruppe haben, wo ich mal was ganz Neues ausprobiere oder einfach mal Spaß habe, ohne dass da jetzt irgendwie.
Was Tolles passieren muss, hier wird gerade gebohrt bei mir
ohne dass da irgendwie was ganz Tolles bei rumkommen muss, sondern auch einfach mal drei Stunden irgendwie ein bisschen Spaß haben. Aber das kam erst bei mir später, als ich so aus den schlimmsten Teenagerjahren raus war.

Richard:
[9:28] Ja, um nochmal auf die schlimmsten Teenagerjahre hinzuweisen, werde ich mal ganz kurz die nächste Rubrik ankündigen.

Richard:
[9:44] Genau, wir werden jetzt einen Text von dir hören von ganz
von damals noch und zwar von deiner allerersten Schreibwerkstatt warst du in einer Gruppe Mythensuppen damals geleitet von Thilo Bock, er schrieb in der Broschüre dazu
mythologische Stoffe gibt es viele und von jedem gibt es unzählige Bearbeitungen, die im Urtext in einer vorgeschichtlichen Zeit angesiedelten Geschichten lassen sich durchaus auf etwas heutiges übertragen und der Beibehaltung des Bildhaften Symbolcharakters.
In dieser Gruppe sollen Bekannte sagen des Altertums, Altertums zum Schreiben einer Kurzgeschichte animieren, aus Jahrtausende alten Zutaten kochen wir etwas ganz Frisches.
Genau, das hast du auch gemacht in dieser Gruppe, den Text hast du Sesam öffne dich genannt und den hören wir uns jetzt mal zusammen an.

Rebekka (2004):
[10:33] Sesam öffne dich.
Mit gewissen Bewegungen schneide ich eine Scheibe Brot ab und hole die Butter aus dem Kühlschrank. Ich bin sehr vorsichtig mit den Lebensmitteln, weil mein Sohn so allergisch ist. Er besucht mich heute und sein erstes Anliegen bestand aus einem Abendessen. Also bediene ich ihn wie früher.
Was ich schon alles für diesen missratenen Jungen geopfert habe, sagt die eine Stimme in meinem Kopf, die noch ehrlich ist. Ich selbst schlage nun die Augen nieder, sehr auf das.
Und da ist sie wieder die Erinnerung. Hinter dicken Fensterglas steht sie und starrt mich an.
Will die Butter auf dem Brot verteilen, doch in Gedanken laufe ich wieder, wie vor Jahren durch mein Wohnzimmer zu dem Bücherregal. Mein neues Kleid mit dem Hunden kreisen, kitzelt mich angenehm an den Kniekehlen und meine Locken wollten nicht hinter den Ohren bleiben.
Jetzt sind sie nächst nicht mehr so lang, als könnten sie bis an die Ohren reichen und meine und mein Kleid wird von Zeit und Motten aufgefressen. Oben auf dem Dachboden.
Jetzt fühle ich wieder wie schön es damals war. Jetzt sehe ich wieder das alte Bücherregal mit den bunten Geschichten.
Grade hatte ich eine herausnehmen wollen, als ich böse Stimmen in meinem Gehör aufbringen. Ich verstand nicht alles, nur Wortfetzen, abgelöst von hasserfüllten Pausen. Mein Sohn saß mit meinem Bruder auf dem Balkon. Nur eine Glastür trennte mich von ihnen.
Wollte Windstreit schlichten und ging auf sie zu. Die langen Nardinen an den Fenstern machten sich wichtig, wurden vom Wind aufgebau.

[11:53] Verstehst nicht. Ich trat auf ein kleines Steinchen und rief es von meinen nackten Füßen. Du bist nicht der Nabel der Welt, Mann.
Ein Träger rutschte von meinen Schultern während eine Fliege an mein Bein hinunterkrabbelte. Ich brauche deine Ratschläge überhaupt nicht.
Leg mir meine Hand auf den Türgriff. Ein Knall, schaute durch das Glas, blieb stehen, starte auf meinen Sohn eine Scherbe in seiner Hand. Angst in den Augen meines Bruders,
Der Tisch war umgefallen, Scherbe und Haut. Ich sah mein Bruder, wie müde mir schaukelt, sah, wie er mir eine Serviettenblume bastelt, sah ihn, wie er mir über die Schulter streichelt, weil ich weine.
Wie klein der Abstand war, denn er wurde immer kleiner und kleiner.
Scherbe traf auf Haut. Nein. Nein, Murmel, ich vor mich hin und verteile verbissen die Butter auf dem Brot. Hast du was gesagt? Frag meinen Sohn.
Schaukeln und Serviettenblumen falten. Habe nur feuchte Augen, allein. Ich sehe ihn an und schüttle den Kopf. Er ist mein Sohn. Ich habe diesen Bastard zur Welt gebracht, den ihr Bruder seine eigene Mutter tötete.
Er ist mein größter Fehler, denke ich. Und greife nach der Plastikdose Sesam. Seitdem ich von der gefährlichen Allergie meines Sohnes wusste, scheint sie unbenutzt im obersten Schrank.

[13:02] Jetzt aber nehme ich mit leerem Kopf eine Handvoll heraus, vergewissere mich, nicht beobachtet zu werden und drücke die Körner in die Butter. Schnell lege ich zwei und reiche meinem Sohn das.
Gehe ich aus dem Zimmer. Ich bin müde, sage ich. Und denke sehnsüchtig an die volle Packung Schlaftabletten auf meinem Nachttischchen. Zusammen könnten sie mich aus diesem Albtraum aufwecken.

Richard:
[13:24] Oh Mensch, ja.

Rebekka:
[13:29] Also da sieht man auch meine Fröhlichkeit, die ich in dieser Zeit auch an den Tag gelegt habe in den nächsten.

Richard:
[13:32] Unter Kindesmord hast du es nicht gemacht.

Rebekka:
[13:37] Nee, also es musste schon. Also es musste schon mindestens eine Person sterben oder schlimm leiden.
Ich kann mich aber wirklich noch gut an diesen an dieser Idee mit den Sesam erinnern, das ist mir noch total präsent. Also diese, die Gruppe, ich weiß gar nicht mehr, wie die Gruppe ablief und was wir da machen mussten, aber ich weiß irgendwie noch, dass ein bisschen, also die Idee mit dem Sesam, wie dass die mir gekommen ist, das weiß ich noch,
Ja, war krass.

Richard:
[14:01] Ja. Und sonst ist ja sonst was aufgefallen, dass du sozusagen bestimmte Bilder immer noch genauso verwendest.

Rebekka:
[14:07] Solltest vielleicht mal Anfang anders was anderes auszutauschen.

Richard:
[14:11] Ja, aber sozusagen ist.

Rebekka:
[14:13] Halt auch sehr, wie aufgeregt ich da auch gelesen, aber ich glaub es war auch eine der ersten Male, ich vielleicht sogar wo ich eine Geschichte außerhalb von der Schulklasse vorgelesen.
Also ich glaube, das habe ich vorher noch nie, also höchstens halt Aufsätze, die man in der Schule geschrieben hat, aber sonst habe ich, glaube ich, noch nie irgendwas vor Publikum vorgelesen und das muss eigentlich das erste Mal gewesen sein.

Richard:
[14:34] Genau, wir machen für alle die es nicht wissen, also es gibt am Ende dieser Schreibwerkstatt machen wir immer eine Abschlusslesung und wenn es sich ergibt, machen wir die eigentlich, wenn ich gerade irgendwelche Pandemien anstehen, machen wir die richtig auf einer Bühne
ich glaube zweitausendvier waren wir in der Akademie der Künste in einem kleinen Raum.
Irgendwo sonst waren wir die letzten Jahre in der auf der Studiobühne in Berlin-Friedrichshain und dann kann man zum allerersten Mal richtig probieren im Scheinwerferlicht ins Mikrofon zu sprechen und das also ist
finde ich meistens fast genauso prägend wie die Schreibgruppen selber kennenlernen ist eben dieses diesen diesen,
Aufgeregtheitsgrad mal auszutesten, schafft man es trotzdem vorzulesen, obwohl man genau in dem Moment eigentlich lieber woanders sein wollen würde und ja
und es kriegen alle hin. Ja.

Rebekka:
[15:23] Das stimmt. Aber ich also ich habe jetzt sehr meiner Stimme angehört, wie aufgeregt ich war. Also ich glaube, ich war so richtig vorm kurz vorm Platz und als ich das gelesen habe.

Richard:
[15:34] Ja, schön. ja, ich finde, hattest ja ein bisschen Angst, ich habe dir erzählt, dass ich einen alten Text mitbringe von dir und so schlimm war es aber gar nicht. Eigentlich ist es ja.

Rebekka:
[15:43] Doch, das war schon schlimm.

Richard:
[15:49] Na gut.
Du warst aber nicht immer Teilnehmerin, du bist irgendwann Teamerin geworden und m
genau du hast zweitausendzwölf habe ich gesehen, hast du ein Jahr Pause gemacht? an an dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an Michael André Fuchs, der seitdem er die sozusagen digitale.
Obhut übernommen hat über die Sachen, die der die auf den Schreibwerkstätten entstehen. Ich glaube seit zweitausenddrei.
Ist alles fantastisch, archiviert und man findet ganz viele Sachen und das war jetzt sozusagen relativ leicht, das zu finden und ja, dafür von hier vielen, vielen Dank
nicht nur für all die Jahre so viel Arbeit, sondern eben auch gerade dafür, dass es so schön archiviert ist. Genau, also zweitausendzwölf warst du nicht dabei und dann zweitausenddreizehn aber als Teamerin zum allerersten Mal sozusagen wie
wie war deine Idee? Warum wolltest du Teamerin werden.

Rebekka:
[16:41] Also ehrlich gesagt wollte ich halt unbedingt weiterhin zur Schreibwerkstatt und das geht ja dann auch irgendwann nicht mehr, wenn man keine Teilnehmerin mehr ist und irgendwann war ich dann auch nicht mehr.
Also kein Teenager mehr und dann dachte ich okay naheliegend ist jetzt einfach damit ich noch darf, muss ich Klimain werden.

Richard:
[16:58] Und hat zu selber sozusagen auch das da das erste Mal Erfahrung gesammelt sozusagen selber so eine Schreibgruppe anzuleiten.

Rebekka:
[17:05] Ja genau, das habe ich vorher auch noch nicht gemacht. Ich war auch
ähnlich aufgeregt wie mit fünfzehn beim Vorlesen bei meiner ersten Schreibgruppe habe ich mich ungefähr auch so gefühlt aber ich hatte in meinem Studium in Erlangen auch mit einer Freundin damals eine Autorengruppe und
Textwerkstatt gegründet, die gibt's auch immer noch, die treffen sich auch bis heute noch weiterhin, die heißt Wortwerk Erlangen und da haben wir auch schon
so ein bisschen was nliches gemacht für unseren Textsalon. Also das habe ich eigentlich von der Schreibwerkstatt Berlin geklaut. Den Textalon, den es abends immer gibt, wo man sich gegenseitig Texte vorliest
von zu Hause und dann dadrüber spricht und die diskutiert und sich da gegenseitig weiterhelft. Und das haben wir da auch schon immer gemacht und da habe ich auch schon so ein bisschen so dieses Gruppenleiten,
darin bisschen Erfahrung gesammelt, weil ich das ja mit der Freundin zusammen gegründet habe und auch immer moderiert habe und so. Also es war mir jetzt nicht so ganz fremd, aber wenn man dann diesen Job macht,
denn vorher die Teamerinnen und Teamer gemacht haben, die man immer so bewundert hat und dann sitzt man da selber und soll das tun, ist mir dann doch nochmal ganz schön aufgeregt.

Richard:
[18:07] Gibt es in sozusagen da, du hast ja viele verschiedene Sachen ausprobiert als Teamerin. Wir haben ja Zusammenhalt, Theatergrupp
gemacht, sozusagen, versuchst du dann jedes Jahr irgendwie eine Gruppe zu machen, die sozusagen ein bisschen dein außerhalb deiner Komfortzone ist oder wie wie entscheidest du das.

Rebekka:
[18:23] Nee, also gar nicht außerhalb meiner Komfortzone, das ist ich bin da immer ein bisschen feige und faul. Ich mache versuche immer was zu machen, was gerade voll in meiner Komfortzone ist. Also irgendwas, womit ich mich gerade selber im Jahr beschäftigt habe. Also wenn ich jetzt in einem Jahr
Ja zum Beispiel.
Letzt letztes Schreibwerkstatt habe ich zum Beispiel eine historische Gruppe gemacht, einfach weil ich gerade an einem historischen Roman arbeite und dann habe ich daraus Ideen einfach gezogen, so aus meinem eigenen Schriftstellerischen Arbeiten.
Also außerhalb der Komfortzone wäre vielleicht echt mal eine gute Idee Richard, vielleicht sollte ich das mal probieren.

Richard:
[19:01] Ich habe ja gedacht, dass du eine Gruppe mit mir zusammen gemacht hast, wäre außerhalb der Komfortzone gewesen.

Rebekka:
[19:06] Nein, auch da wusste ich ja, Richard ist da. Dann kann nichts passieren.

Richard:
[19:10] Es waren tolle Theatergruppe, das muss ich ja nochmal sagen. Das Theaterstück schaue ich heute noch gerne schon wieder Mord und Totschlag.

Rebekka:
[19:18] Schon wieder Mord und Totschla.

Richard:
[19:19] Strich Nien, da war ich mal im Urlaub. Egal,.

Rebekka:
[19:22] Oh, es war echt schön.

Richard:
[19:24] dann wollte ich dich fragen, du bist ja
Eine von denen, die es schafft, nicht nur auf der Schreibwerkstatt zu schreiben, sind aber die Sachen, die du auf der Schreibwerkstatt erlebst, gehen die manchmal mit ein in das, was du im Alltag schreibst, also sozusagen gibt es da Inspirationen oder ist es eher so diese
doch eher dieses Weihnachten feiern, deswegen zur Schreibwelt stattfand oder gibt es findest du manchmal irgendwas, was du mitnimmst im Alltag?

Rebekka:
[19:52] Oh, das ist eine schwierige Frage. Bestimmt bestimmt tue ich das, aber weil ich für mich selber zu Hause eigentlich gar keine Kurzgeschichten mehr schreibe, sondern eigentlich ausschließlich an Romanen arbeite..
Ist das ganz schwierig, das festzumachen, was das ist, also bestimmt sind das so,
Ideen, Inspiration, vielleicht auch Herangehensweisen, gerade auch an Tagen, wo man nicht so ins Schreiben kommt, da denke ich dann schon viel an die Schreibgruppen, wie man denn da
dann doch ins Schreiben kommen muss irgendwie
Das habe ich glaube ich auch viel da gelernt, dass man dann einfach loslegt, auch wenn man sich gerade nicht so fühlt oder auch wenn die Idee sich noch nicht so richtig anfühlt, erstmal sich so reinschreiben. Ich glaube, das habe ich da schon immer mitgenommen.
Und ich merke dann immer, dass ich auf den Schreibwerkstätten dann wieder,
ja davon profitiere, dass wir einfach kurze Texte beschreiben, weil mir das im Alltag eigentlich fehlt, aber ich komme dann irgendwie nicht so dazu, dass ich erlaube es mir dann gar nicht, weil ich denke, ach, wenn ich es schon schreibe, muss ich auch in meinen Projekten arbeiten,
die Schreibwerkstatt ist dann immer wieder so ein schönes Ausbrechen und wieder zu den kurzen Texten zurückkehren.

Richard:
[20:59] Dass man sich sozusagen in in einer halben Stunde bis drei Stunden in eine komplett andere Gedankenwelt schnell hineinschreiben kann.

Rebekka:
[21:04] Ja genau, ja. Das ist gar nicht viel braucht, auch wenn man denkt so, oh Gott, jetzt habe ich nur eine Stunde, wie soll ich das schaffen? Und am Ende ist dann meistens doch irgendwie was da, auch wenn das vielleicht nicht gut ist, aber es ist was da, das.

Richard:
[21:14] Und es ist ja manchmal auch wirklich wirklich sehr nett, also wirklich gut, auch was man selber, also sozusagen oder mit denen man sehr zufrieden ist, sozusagen, wo man über die Ecken gern hin hinweg sieht, weil eben diese Gedankenwelt, die man so schnell in die man sich eben reingeschrieben hat.

Rebekka:
[21:27] Das ist echt immer so erstaunlich. Man denkt, also ich habe am Anfang immer den Gedanken, es muss jetzt nicht toll sein, mach einfach und hinterher denkt man dann wirklich oft, ach krass
ist ja jetzt irgendwie doch ganz spannend geworden irgendwie gefällt mir daran jetzt auch was, was ich vielleicht nochmal weiter bearbeiten möchte oder so.

Richard:
[21:42] Schön.
Was genau du hast schon gesagt, dass du ein bisschen was mitgenommen hast in dem Sinne von sozusagen der Technik, dass du weißt, wenn du dich jetzt hinsetzen musst und schreiben musst, dann kommt dein Text raus und dann kommst du ins ins Arbeiten. Wie ist sonst m
Du hast ja jetzt Anfang des Jahres auch gepostet, dass du Schwierigkeiten hast sozusagen nach der Pause wieder reinzukommen ins Schreiben, hast du sozusagen Rituale im Alltag, wie du dich da hinsetzt oder.

Rebekka:
[22:08] Ja, ich also ich versuche das immer mal wieder so zu machen und,
Manchmal klappt's, also dass ich dann wirklich, wenn ich morgens aufstehe, also jetzt seit wenigen Monaten habe ich ja auch einen Hund, mit dem ich da morgens rausgehe und dann ist es so erstmal so der erste Morgenspaziergang, dann einen Kaffee kochen, vielleicht einen Artikel in der Zeitung lesen und dann aber auch loslegen.
Und so diese diese Reihenfolge hilft mir dann manchmal, also die Routine dann wirklich dann immer auch wieder zum nächsten Schritt zu gehen und dann Computer an und los.
Weil gerade am Anfang des Jahres ist es mir trotzdem sehr schwer gefallen, muss ich sagen, war dieser Januar schwierig zum reinkommen
Und was wir dann aber hilft, dass dann trotzdem das jeden Tag wieder versuchen und irgendwann klappt's dann.

Richard:
[22:50] Mhm. wir haben auch letzte Mal, als wir gequatscht haben, ein bisschen übers Liegenlassen gesprochen,
dass du oder sozusagen, ach generell, der Aufhänger aber auch das hat, das hattest du auch gepostet, dass du sozusagen, dass du jetzt wieder an deinem letzten Manuskript weiterarbeiten sollst und dass,
erstmal nicht so gerne machst wie natürlich ganz neu zu schreiben, aber das schon gerne machst, wenn es lange her ist, weil du es gerne sozusagen dann nochmal ganz neu reingehen kannst und jetzt bist du so ein bisschen dazwischen, wie wie genau ist es für dich mit dem sozusagen, wann guckst du gerne nochmal rein.

Rebekka:
[23:24] also ich finde es erstmal schwierig, also ich mir fällt's erstmal schwerer, den Text dann,
wegzulegen. Also dieser Prozess des Weglegens fällt mir erstmal total schwer, weil ich dann denke so, ach, das ist jetzt überhaupt noch nicht fertig. Ich musste eigentlich noch so viel besser machen
das stimmt's vorn und hinten noch nicht so richtig und ich könnte dann
ich könnte das immer wieder, wenn ich zu Ende gelesen habe, also mein eigenes Projekt zu Ende gelesen habe, könnte ich wieder von vorne anfangen und würde bestimmt wieder ganz viel finden. Und dann zu sagen, so stopp
Jetzt hast du es erstmal fertig geschrieben, einmal durchgelesen, jetzt erstmal weglegen. Das fällt mir total schwer, aber ich glaube,
dass das für mich sehr sehr wichtig ist und wenn ich dann den Text ein paar Wochen liegengelassen habe, verändert sich auch so der eigene Blick dadrauf, dann,
kann man, also kann ich ihnen auch so ein bisschen mehr so im Ganzen sehen, also nicht so auf Satz und Wortebene, sondern wirklich auf der Ebene von der ganzen Geschichte, wie die Figuren sich entwickelt haben, wie die Erzählstränge zusammen funktionieren,
und wo es vielleicht noch hapert oder wo vielleicht die Dramaturgie noch nicht so ganz stimmt, wo vielleicht so ein Spannungsabfall ist oder so. Das kann ich eigentlich erst sehen, wenn ich's mal weggelegt habe,
so ich hatte jetzt auch dieses das Buch von Steven King on Righting.
Als Hörbuch gehört, wo er so ein bisschen übers Schreiben, also wo er sein Schreiben beschreibt und er hatte da auch sowas erzählt, dass man, wenn man schreibt.

[24:51] Eher so die Bäume anguckt und um den ganzen Wald zu sehen, muss man's erstmal muss man erstmal einen Schritt zurücktreten.
Kann man das gar nicht sehen. Das fand ich irgendwie ein schönes Bild, das und so ging's mir jetzt auch ein bisschen, dass ich wirklich erstmal so zurücktreten musste und dann.
Ja und dann wurde es Zeit wieder dran zu gehen und jetzt den letzten Überarbeitungsschritt zu machen, bevor ich Mitte Februar das Buch abgeben muss,
an den Verlag, also ich hab jetzt noch zwei Wochen
und dadurch, dass ich jetzt so einen Zeitdruck habe, ging das dann doch ziemlich schnell, dass ich wieder reingekommen bin ins Überarbeiten, auch wenn's mir nicht so viel Spaß macht, wie schreiben. Aber der Zeitdruck, der gleicht das dann aus.

Richard:
[25:31] Und wie lange hat Stephen King gesagt, dass er das liegenlassen möchte, immer, bevor er wieder reinguckt.

Rebekka:
[25:35] Ich habe ich weiß es nicht mehr genau, ich ich dachte ich hätte drei Monate im Kopf, aber vielleicht lüge ich auch gerade.

Richard:
[25:41] Ja, es ist ja auch sozusagen man brauche wahrscheinlich unterschiedlich, wie lang man braucht, um bereit zu sein, schöne Passagen zu streichen, weil sie eben nicht ganz in den Wald passen's vielleicht in wunderschöner Baum, der aber das BD
Die Biosphäre des Waldes gefährdet.

Rebekka:
[25:57] Sehr schön, das ist ein gutes Bild.

Richard:
[25:59] sage und schreibe euer Botanik-Podcast. was.
Zum du liest uns heute gleich noch was vor. und was du aber nicht vorlesen kannst und das finde ich nämlich auch ganz spannend, ist nämlich aus dem aktuellen Buch
Und ich wollte dich einfach mal fragen, wie
wie wie genau sieht sozusagen so ein Vertrag ungefähr aus, dass du was schreibst und dann erst dann und dann das sozusagen öffentlich. Also was ist da die Grenze, wenn das Buch veröffentlicht ist oder kurz vorher? Also ist das schon genau festgeschrieben.

Rebekka:
[26:34] Nicht genau festgeschrieben ist das nicht, ich glaube, das kann man auch immer nochmal mit seinem Verlag einfach besprechen, was sinnvoll ist. ich habe ja einen Instagram-Kanal, wo ich,
Gerne auch so ein bisschen Einblicke in mein Schreiben gebe und da wollte ich
total gerne auch schon sehr früh von dem Roman erzählen, also im Sommer haben wir den meine Agentin und ich den Vertrag mit dem Aufbauverlag abgeschlossen und dann hat's mir natürlich in den Finger gejuckt,
das direkt zu schreiben so jufu und ich arbeite an dem und dem Thema und mache das und das Buch und ich hatte da mit meinem Lektor gesprochen und er meinte, es ist,
macht Sinn da jetzt nochmal zu warten, weil das Buch jetzt erst im September wahrscheinlich erscheinen wird
Wenn man dann zu früh anfängt, die Werbetrommel zu rühren, dann streckt sich das zu sehr und dann verliert man das vielleicht schon ausm Blick oder also es gibt da verschiedene Gründe, warum dann der Verlag auch sagt,
erstmal noch warten und jetzt im März ist dann Vertreterkonferenz wo dann die der Vertrieb auch so mit ins Boot geholt wird, wo die dann überlegen, wie sie's genau platzieren, wie der Buchhandel informiert wird über das Projekt und dann,
Wahrscheinlich darf ich dann im März dann groß verkünden, dass worum's geht und mich freuen öffentlich und so und bis dahin warte ich jetzt einfach nochmal ab.

Richard:
[27:44] Und ab dann würdest du sozusagen auch Teil davon lesen, wenn sich irgendwie so wie jetzt mal irgendwie dann so die, dass du schon an einem anfängst die Buchtour sowas zu machen oder noch nicht.

Rebekka:
[27:53] Nee, lesen würde ich, glaube ich, erst, wenn das Buch wirklich auch erhältlich ist
Also vorher kann man zum Beispiel dann so Cover machen und sagen, hier so wird das Cover aussehen und schon mal so ein bisschen Einblicke geben in die Recherchen und ja, worum's in der Geschichte gehen wird und so. und dann aber richtig an die Lesung und und sowas
Geht man dann eigentlich, wenn das Buch wirklich da ist?

Richard:
[28:15] Ja. Okay, was genau und du hast aber sozusagen also vielleicht falls du nochmal in den Podcast kommst, können wir dann davon hören, aber heute hast du sozusagen was mitgebracht aus.

Rebekka:
[28:28] Aus meinem aktuellen Roman blaue Nächte, jetzt hätte ich ihn euch fast in die Kamera gehalten, aber ihr kennt ihn ja vom aus vom Aussehen schon.

Richard:
[28:34] Ich werde, ich werde ganz kurz dem Publikum nochmal sagen, was jetzt ansteht, wartet das.

Hintergrundmusik

Soundboard

Rebekka:
[28:46] Das sind so schöne Einspieler,
ich habe zwei kleine Stellen aus meinem aktuellen Roman blaue Nächte mitgebracht. Der das Buch ist letztes Jahr, also jetzt vor ungefähr einem Jahr erschienen.
Und es ist eine Liebesgeschichte auf zwei Zeitebenen, einmal in der
Gegenwart, aber in der Erfurt-Chorona-Gegenwart und einmal in der Vergangenheit in den sechziger Jahren und es spielt in beiden Zeitebenen in einem Tanzlokal..

[29:16] Der Gegenwart ist die Milena die Hauptfigur und die soll den Club ihrer Mutter während die krank ist leiten.
Sie mag aber dieses Tanzlokal überhaupt nicht und ihre Mutter überredet sie dann aber trotzdem weiter dort zu arbeiten, indem sie ihr den Tipp gibt ein altes Büchlein zu lesen
Darauf gehe ich gleich nochmal genauer ein, nachdem ich die erste Stelle gelesen habe, aber ich lese euch jetzt kurz,
Also eine sehr kurze Stelle vor von Milena in diesem Tanzlokal. Milena, Sven hat gerufen. Oben ist irgendwas los,
Lena drehte sich um und stieg die Treppe wieder hinauf. Ein paar soeben eingetrudelte Gäste kamen mir entgegen. Ihr Lipgloss glänzte noch, ihr Hasas fest,
Schon von weitem hörte Milena Svens Stimme. Warten sie noch einen Moment, die Chefin kommt gleich.
Oben angekommen, sah Milena wie Sven mit seinen großen Händen ein paar Leute durchwinkte. Nur einen Mann ließ er warten. Einen Moment noch.
Sven winkte die nächsten durch, vorbei an dem Fremden. Es war ein alter Mann, bestimmt schon siebzig, der gebirgt da stand's und Milena entgegen sah. Er hatte nur noch wenige Haare auf dem Kopf, ein Altersfleck prankte auf seiner Stirn und seine Hände zitterten leicht.
Guten Tag, begrüßt ihn Milena, wie kann ich ihnen helfen.
Er will in den Club, erklärt der Sven und zog die Augenbrauen hoch. Ich habe ihm schon gesagt, dass das keine gute Idee ist, aber er lässt nicht locker.

[30:42] Ich kann sie hören, junger Mann. Der Fremde zwinkerte mit einem Auge. Ich stehe direkt vor ihnen.
Entschuldigen sie, sagte Milena, sie wissen, dass das hier ein Club ist.
Früher war das Blue Nights ein Tanzlokal. Hier gab's Speedmusik. Jeden Abend hat eine andere Band gespielt.

[31:00] Die Stimme des Mannes klang sanft und dunkel. Jemand rempelte Milena an, ein anderer trat ihr auf den Fuß. Hey rief Milena, doch der Gast war schon weitergelaufen.
Sie sah zurück zum alten Mann. Sicher, aber heute ist Jubetago Hausparty. Erzählte Milena, wir spielen elektronische Musik und die Leute sind sehr jung und sehr betrunken.

[31:19] Das macht mir nichts aus. Der Mann zuckte mit den Schultern. Lassen sie mich nur kurz hinuntergehen. Ich habe das Geld für den Eintritt dabei. Milena starrt ihn an,
Mit der einen Hand stützt er sich auf Svens Tischen, mit der anderen auf einen Stock. Mal abgesehen davon, dass er absolut nicht zu der Zielgruppe passte, die ihre Mutter ihr eingebläut hatte
Da unten hatte ein Mann, der auf einen Stock angewiesen war, nichts zu suchen. Sie würden ihn dort womöglich einfach umrempeln, sie konnte ihn nicht reinlassen.
Was ist denn davon los? Kam es von hinten aus der Schlange? Dauert das hier noch lang.
Versucht es zu ignorieren und wandte sich wieder dem alten Mann zu. Das geht nicht. Ich kann sie nicht reinlassen, zu ihrer eigenen Sicherheit.
Die Augen des Mannes weiteten sich. Was sagen sie da?
Das können sie nicht machen, ich muss hinein, lassen sie mich nur kurz hinuntergehen, bitte. Ich brauche halt nur ein paar Minuten, das verspreche ich ihnen,
Es tut mir wirklich leid. Bitte gehen sie nach Hause. Soll ich ihnen ein Taxi rufen.
Sie verstehen das nicht. Ich habe einen riesigen Fehler begangen und heute ist die letzte Gelegenheit, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Ich rufe ihn ein Taxi,
Milena ging am Mann vorbei in Richtung Straße und hob die Hand. Sie soll den Taxis entgegen und hoffte, dass eines von ihnen neben mir bremsen würde. Hoffte, dass diese Nacht bald ein Ende finden würde.

[32:35] Milena schrieß Sven. Sie wirbelte herum und sah den alten Mann auf der Straße liegen, während der Stock noch ein paar Zentimeter über den Bürgersteig rollte.
Eine Hand drückte der Alte gegen seine Brust, sein Gesicht war verzerrt, seine Augen geweitet, der Mund offen. Seine Schreie waren leise, ein Wimmern fast, ein überraschtes, ängstliches Weg lagen
Er ist einfach zusammengebrochen. Sven kniete sich neben ihn
die Schlange vor dem Blue Nights verlor ihre Kontur. Sie löste sich auf, wurde zu einem großen posierenden Pulk, der sich um den alten Mann Sven und Milena sammelte,
Oh mein Gott, flüsterte irgendwer, was hat der Mann? Was ist mit ihm? Ach du Scheiße, bestimmt ein Herzinfarkt.

[33:19] Ja, nach diesem Erlebnis fragt, also möchte Milena ihrer Mutter sagen, dass sie nicht länger im Blue Nights arbeiten möchte und ihre Mutter bittet sie dann vor ihrer Entscheidung ein
Büchlein zu lesen und dieses Buch ist im findet sie im Antiquariat und es hat den Titel blaue Nächte.
Und zwar hat blaue Nächte ein E-Mail geschrieben in den sechziger Jahren und das ist ein Liebesbrief, den er an eine Lotte formuliert hat. und der soll.
Mit diesem Liebesbrief versucht er ihr versucht er sich bei ihr zu entschuldigen.
Ich lese jetzt einen kurzen Teil noch aus diesem Brief vor.
Eschenbach wurde von Tag zu Tag enger, so wie meine kurze Hose, sie wurde immer kürzer, die Hosenträger schnitten mir immer tiefer an die Schultern und eines Morgens sprang mein Hosenknopf ab.
Musst du so schnell wachsen? Meine Mutter säufte und zog eine Sicherheitsnadel aus der Tasche.
Wie gut wäre es, wenn man nicht nur Hosen mit Sicherheitsnadeln retten könnte. Ich wünschte mir eine Sicherheitsnadel für meine Nacht auf deinem Heuboden, liebe Lotte
Für all die Momente, in denen du mir Zettel zugeschoben hattest, in denen ich deine Botschaften im Dorf gefunden hatte und am allermeisten wünschte ich mir eine Sicherheitsnadel für unser Treffen auf dem Hochsitz, für unseren Kuss
Für meine Hose hätte ich keine Sicherheitsnadel gebraucht.

[34:39] Normalerweise retzte mich unsere Schneiderin, die kleine freundliche Frau mit dem grauen Haarknoten am Hinterkopf aus Situationen wie diesen nur diesmal nicht
Diesmal fiel sie tot um mitten in ihrer Kammer zwischen Hosenträgern und Leibchen, so erzählte man es sich zumindest in der Backstube
Und so wie alles, was man sich in der Backstube erzählte, wo die Frauen des Dorfs gemeinsam die Öfen nutzten, um Kuchen und Brot zu backen, verteilte sich auch die Geschichte in alle Häuser
Sie flog durch die Luft wie Mehl, legte sich auf Schultern und Arme, schrubb sich unter Fingernägel, bedeckte Tische und Schüsse, wurde im Brotteig eingeknetet, in den Ofen geschoben und braungelb gebacken, bis sie duftete.
Noch gar nicht so alt sei die Schneiderin gewesen, nur knapp über vierzig, aber schon grau und unglücklich verliebt in einen Soldaten, der längst in die Heimat zurückgekehrt war und er schon seit Jahren keine Briefe mehr strieb,
Ganz dunkle Augen habe die Schneiderin gehabt, da habe man sich schon gewundert, so dunkle Augen hätten doch nur die Trauernden, nett sei sie schon gewesen, aber einsam, ganz allein in ihrer Wohnung,
dass sie alles zu viel gewesen sei, dass sie gestorben sei an ihrem Kummer.

[35:44] Ich lauschte den Geschichten und glaubte, dass die Schneiderin genau in dem Moment tot umgefallen sein musste, indem auch mein Knopf abgeplatzt war,
Vielleicht hat es in ihrem Kopf ein Schlag getan. Zack, ganz so, als wäre ein Faden gerissen. Und im selben Moment riss auch der Faden an meinem Hosenknopf, den sie von Monaten festgenäht hatte
Als wären beide näheren und Knopf über all die Zeit miteinander verbunden gewesen. In meiner Vorstellung verlor sie das Gleichgewicht, während mein Knopf durch die Luft sauste und beide waren auf dem staubigen Boden gelandet,
Wenn das mit meinem Knopf geschah, konnte es da nicht sein, dass ich mit dem Tod der Schneiderin auch alle anderen Knöpfe lösten, die sie je festgenäht hatte, dass alle Nähte rissen, alle Wollfelten sich auftröselten, dass sich überall Löcher und Risse auftaten im ganzen Dorf.
Ja, soweit erstmal aus dem Brief wie Lena liest eben diesen Brief von E-Mail und versucht dann der Geschichte von Emil und Lotte ein neues Ende zu geben in der Gegenwart.

Richard:
[36:44] Schreibt sie dazu ein eigenes Buch?

Rebekka:
[36:45] nein, sie macht das ohne Schreiben.

Richard:
[36:48] Zu Meter.

Rebekka:
[36:50] Zum Meter.

Richard:
[36:51] Immerhin kommt ja schon ein Buch blaue Nächte im Buch blaue Nächte vor. Das ist ja auch schon ganz schön.

Rebekka:
[36:56] Ist ja schon voll Me.

Richard:
[36:57] Der ist schon vollmeter, fast schon Kilometer.
Ich. So, nachdem wir jetzt uns so erfreut haben, geht es jetzt aber ans Eingemachte, denn weißt du was jetzt kommt? Pass auf.

Hintergrundmusik

Soundboard

Richard:
[37:13] Genau, die heiße Kartoffel.

Rebekka:
[37:15] Ein wie hast du einen Spielern.

Richard:
[37:18] Die heißt ja finde ich auch. Das waren übrigens falls sich jemand fragt, wer das war, das waren die Podcastelfen. Ja, die waren das nämlich. Die haben das gemacht für uns. Die machen tolle Sachen. die.
Genau die die heiße Kartoffel heute geht auf glaube ich ein Erlebnis von dir zurück, das du in der ersten Schreibwerkstatt hattest, die du die du gemacht hast, wo du im Textsalon warst. Was ist da passiert?

Rebekka:
[37:46] Es war vielleicht sogar der allererste Text, den ich im Text sondern vorgelesen habe. Ich war also sehr sehr nervös und das war alles nicht so einfach für mich. Dann habe ich auch noch ausgerechnet einen Text genommen, den ich geschrieben habe
Also wir haben, also natürlich habe ich denen geschrieben den Text, aber also weiter zu entscheiden. Ich war damals mit der Schulklasse
In Auschwitz und wir haben uns da die Ausstellung und diesen ganzen Ort angesehen in einer Besichtigung und wir waren damals alle natürlich sehr, sehr ergriffen und haben viel drüber geredet, viel drüber nachgedacht und.
Unter diesem Eindruck hatte ich damals auch einen Text geschrieben.
Ich hab halt damals auch über alles Texte geschrieben, aber ich hab auch darüber einen Text geschrieben und ausgerechnet diesen Text hab ich dann in Textsalon vorgetragen und.

[38:35] Dann hat ein Thema, der damals also den ich damals auch sehr bewundert hab, den ich ganz toll fand, dann aber
sehr harsche Kritik daran geübt auf eine unverblümte Weise und hat mir gesagt, dass
man das so nicht machen kann, ist man nicht einfach einen Text schreiben kann, wo man selber überhaupt nicht betroffen ist und dann über
ein solches Thema aus einer Opferperspektive, die die Autorin gar nicht hat und hat mir das dann sehr um die Ohren gehauen,
heute würde ich auch denken,
also wahrscheinlich auch zu Recht und es war auch wahrscheinlich gut, dass er mir das damals beigebracht hat, aber ich war natürlich völligst dann am Limit und mir ging's dann erstmal gar nicht gut,
ein fünfzehnjähriger.

Richard:
[39:18] Genau, die die heiße Kartoffel ist eben, inwiefern sozusagen ist es einem also inwiefern ist es gerechtfertigt sich eben in der Opferperspektive zu begeben, die man
ja überhaupt nicht selber erlebt hat und ganz weit weg davon ist von in seiner eigenen Lebenswirklichkeit
und aber auch die Frage, inwiefern bringt man das in einer Fünfzehnjährigen, die gerne über schwere Themen, über schwere Themen schreibt, wie wir heute schon gehört haben,
bringt man ihr das bei und wie, also
auf der einen Seite hat es ja funktioniert, dass du aber sozusagen nur, weil es funktionierte heißt es ja nicht, dass es der richtige Weg war, weil es hätte ja auch was für immer kaputt machen können in gewisser Weise. ja, das sind das eine schwierige Frage. Also wie würdest du heute selber im Textsalum damit umgehen, wenn da jetzt sozusagen ein Fünfzehnjähriger, eine Fünfzehnjährige
entweder aus Provokation oder wirklich um sich eben sozusagen relativ auf einem kurzen Wege 'ne starke Emotion zu bedienen ohne sie groß weiter erklären zu müssen.

Rebekka:
[40:17] Ich glaube, es ist schon wichtig, dafür auch zu sensibilisieren, dass man damit vielleicht auch
auch Gefühle anderer Leser innen sehr verletzten kann und das ist
Also natürlich ich finde an sich ist das ja gar nicht verkehrt, dass eine Fünfzehnjährige darüber schreibt, vielleicht auch um sich diesem Thema einfach auseinanderzusetzen und da zu verarbeiten, was was sie was sie da gesehen und gehört hat. Aber es ist halt also das Schreiben an sich ist ja nicht der Fehler, sondern
eher, dass muss man das dann teilen, gibt's nicht also gibt's nicht Stimmen die wichtiger sind da gehört zu werden
ist da nicht einfach nur das Schreiben für sich selber das Gute und dann war's das auch, also muss man das überhaupt in die Welt raustragen auf diese Art und Weise
sondern wäre es nicht schöner, dann dann vielleicht selber was zu lesen dazu aus
Menschen, die da wirklich was zu erzählen haben und sich dann eher so ein bisschen in die Rezipientenrolle nochmal zu begeben und ich glaube darüber, dass darauf dazu könnte man schon sensibilisieren, dann auch im Textsalon.

Richard:
[41:21] Mhm. Das ist schön. Schreiben ist zwar nie der Fehler, aber man muss man muss sozusagen aufpassen, ja, mit welcher Stimme.
Welche Stimme man dann sozusagen nicht hört in dem Moment. Du hast selber ein Buch geschrieben, Splittermädchen, wo es ja, wo es ja auch sozusagen um eine Opferrolle geht.
Wie wie ist dir das da sozusagen leicht gefallen oder nicht leicht gefallen? So eine Opferrolle zu beschreiben.

Rebekka:
[41:49] Also ich habe also ich habe den Roman Splittermädchen, glaube ich, zweitausendvierzehn.
Also der ist zweitausendvierzehn erschienen und da habe ich habe mich da dem Thema Missbrauch genähert, aber nicht unbedingt, also jedenfalls hatte ich beim Schreiben nicht das Ziel, die Opferrolle einzunehmen, sondern eher
Die Rolle eines Menschen einzunehmen, der ein Täter im engen Freundeskreis hat und damit umgehen,
muss, dass dieser Mensch Täter ist, obwohl man also,
obwohl man ihn sehr mag und wie man wie unterschiedliche Menschen dann auf ihn reagieren oder wie man,
sich dazu positioniert, was da für verschiedene Perspektiven drauf geben kann. Also das war eigentlich die Frage, die ich mir dabei gestellt habe.

Richard:
[42:34] Mhm. Aber was würde glaubst du, würde Jörn heute dazu sagen.
Wie hätte Jörn mit dir über das Buch gesp.

Rebekka:
[42:43] Was würde Jörn denken? Ja, wahrscheinlich würde Jörn das auch kritisieren. man kann bestimmt auch sagen,
darf man, also sollte man sich mit dem Thema nicht nur dann beschäftigen, wenn man das erlebt hat oder wenn man wirklich dann, wenn man wirklich auch als Opfer dabei, also so aus einer Opferperspektive darüber sprechen kann, aber ich finde das,
ich würde nicht immer sagen, dass man auf jeden Fall alles .
Alles erfahren haben muss, worüber man schreibt. Also wenn wenn man diese Argumentation weitergehen würde, dürfte man ja eigentlich nur noch Biograf, also autobiographisch schreiben
und durfte sich ja gar nicht in irgendwas anderes reinversetzen, das ist ja grad das so die riesige Macht, die das Schreiben hat, dass man durchs Schreiben genauso wie beim
Beim Schauspielen, also im Theater, dass man da ganz neue Perspektiven einnehmen kann und sich da eine neue Rolle reinfinden kann und ich glaube, das weitet ja auch den eigenen Blick auf die Welt, wenn man das immer wieder macht und ich würde das nicht verteufeln unbedingt.

Richard:
[43:42] Und du hast ja auch sozusagen, man könnte ja sagen, du kannst ja als Schriftstellerin auch Übersetzerin sein von bestimmten Umständen, von bestimmten sozusagen Biografien, die sonst eben nicht gehört werden würden. Also das gibt es ja auch in in einem Fall von Auschwitz und das jetzt sozusagen
kann man dann eben überlegen, ob es nicht viel sozusagen noch bessere
Zeugen dafür gibt oder sozusagen Leute, die es aber ganz im Allgemeinen ist man ja als Schriftstellerin oder kann man ja sich eben Sachen
suchen, die sonst nicht so sehr im Vordergrund sind und davon erzählen und deswegen muss man nicht sofort sagen, dass wir es schlecht diese Opferrolle irgendwie anzu.
Sozusagen anzusprechen, sondern eben gerade gut, dass an die Öffentlichkeit zu holen.

Rebekka:
[44:22] Ja genau.
Und ich glaube nicht, dass es immer, also ich, ich finde auch, dass sollte man vielleicht nicht immer nur so als Aufgabe in Anführungszeichen von Menschen sehen, die irgendwas selber diese schlimmen Dinge erlebt haben, sondern dass damit sich damit auseinanderzusetzen, können ja auch
andere Menschen machen. Sollten auch andere Menschen machen.

Richard:
[44:42] So, dann haben wir die heiße Kartoffel geschafft, sie hat sie hat ja
Und wann, dann werden wir gleich noch fragen. Wir haben unser zahlreiches Publikum gefragt. was wollt ihr von Rebekka wissen? dazu,
gleich Kora Riecken, mit der ich zusammen diesen Podcast produziere, hinein, denn wer sie jetzt kommen wir zum.

Richard:
[45:10] Mit eigenem Soundeffekt. Genau, dann bitte ich doch Kora mal dazu und ans eine Zuschauerin Zuschrift vorzulesen und du musst dann drauf antworten, Rebekka.

Kora:
[45:22] Ja, die erste Frage, die passt thematisch auch noch sehr gut. Die kommt von Jessi und lautet, wenn du in der Zeit zurückreisen könntest, welche Ratschläge zum Schreiben würdest du dir geben.

Rebekka:
[45:34] Ja vielleicht würde ich da was aufgreifen was ich vorher also ich hatte ja vorhin drüber gesprochen dass ich
gerne so die ganz düsteren, großen Gefühle behandelt habe und lieber so in die ja in die
schlimmsten Emotionen eingestiegen bin und vielleicht würde ich mir den Rat geben, das alles mal ein bisschen lockerer zu sehen und nicht
Ja und mir auch mal zu erlauben was zu machen, was vielleicht auch mal ein bisschen fröhlich ist und was mich selber vielleicht auch fröhlich hinterlässt.
Aber trotzdem auch, ich glaube, es ist gar nicht so falsch, sich, also auch als Team der John Cup in diesem düsteren Sachen zu beschäftigen, weil irgendwie muss das ja hin, diese Pubertät und ich glaube, da ist es Schreiben auch nicht der falscheste Weg.
und ein, ja, ein wichtiger Ratschlag vielleicht auch ja einfach machen und nicht so viel Erwartung oder nicht so viel Druck dahinter,
haben.

Richard:
[46:28] Ist schwer, das jemand zu erzählen, oder? Wenn der selber so einen Druck hat, also sozusagen, wenn man so mit die jungen Leuten zusammen ist und versucht, genau denen das zu sagen, ist super schwer.

Rebekka:
[46:36] Total, wenn man ja immer denkt, man blamiert sich jetzt oder die anderen denken jetzt komische Sachen über einen oder so, das ist ja gerade mit fünfzehn, sechzehn schon eine große Angst und die dann mal fallen zu lassen. Das ist natürlich total schwer.

Richard:
[46:49] Ich wollte eigentlich gerade einen Scherz darüber machen, dass nicht jeder so eine Respektperson in dem Moment ist, wie Jörn es damals war, aber ich würde sagen, du du hast schon sozusagen unter den
Teilnehmerin der Schreibwerkstatt hast du auch schon wirklich also hab dein hat dein Wort auch schon Gewicht, also wenn du das dann sagst ich denke das das kommt schon an. Ja. Na gut.
So, diese, diese kleine Lobudeleien oder sind jetzt dazwischen geschoben? Jetzt den haben wir haben wir denn noch mehr Post? Kora.

Kora:
[47:18] Ja, es geht auch direkt weiter mit den Lobhudeleien, aber auf sich selbst. Die nächste Frage lautet, auf welches Buch oder welche Geschichte bist du besonders stolz und warum.

Rebekka:
[47:29] Oh, das ist natürlich gar nicht einfach. Also wer so wahrscheinlich Geschichte, die ich in der.

Richard:
[47:34] Nö, nee, nee, das kann, das kann auch dein Buch sein, also alles also auch ein Projekt, also sagen wir, alles was irgendwie mit Schreiben, Schriftstellerei zu tun hat.

Rebekka:
[47:42] Also ich glaube da sage ich wahrscheinlich persönlich immer das, was ich jetzt gerade mache.

Richard:
[47:48] Mhm. Ist ja, ja, ist ja normal. Ja.

Rebekka:
[47:50] Ist irgendwie ja also ich bin gerade natürlich sehr stolz auf das Buch, was ich jetzt gerade abschließe, denn historischen Roman
Weil ich vorher noch nie einen historischen Roman geschrieben habe und das jetzt auch alles relativ schnell ging mit der mit der Abgabefrist und ich wenn
ziemlich kurzer Zeit viel recherchieren musste und das ist was, was was ich vorher noch nicht so, also ich habe bei blauen Nächte auch zu den sechziger Jahren recherchieren müssen
Aber in dem Umfang, wie ich's das jetzt für mein aktuelles Projekt gemacht habe, musste ich das bis jetzt noch nicht und das davor hatte ich vorher sehr großen Respekt und dann auch durch den Zeitdruck musste ich jetzt einfach und habe dann gemerkt, dass ich das, dass mir das echt richtig Spaß gemacht hat, hat und dass ich mich da so
sehr tief rein fallen lassen konnte und das war ein sehr schöne Erfahrung.

Richard:
[48:34] Hast du da sozusagen auch größer, geschichtlich recherchiert, also dass du dir sozusagen nochmal richtig über die sagen wir mal geopolitischen und lokalpolitischen Zusammenhänge irgendwie Sachen angeguckt hast?

Rebekka:
[48:46] Ja, habe ich auf jeden Fall versucht, also das Buch spielt in Köln. Ich habe also viel über die Kölner Stadtgeschichte in der Zeit
gelernt, dann viel über die Familie, über die ich da schreibe, weil das ja auch eine eine Reale, also eine Familie ist, die es wirklich gab. Und über die habe ich auch ganz viel gelesen und
Was ich auch viel gemacht habe, ist so zur Frauen Bewegung
Also ja, Frauenbewegung kann man in der Zeit noch nicht sagen, aber zu den Vorläufern der Frauenbewegung, die in der Zeit aktuell waren, dazu habe ich auch viel gelesen. Also es ist eine spannende Zeit gewesen.

Richard:
[49:18] sozusagen gut genutzt, den Beruf, um selber sich weiter
zu bilden. Aber du kannst auf jeden Fall stolz darauf sein, dass du über all die Jahre sozusagen neben Studium und Arbeit
geschafft hast sozusagen weiterzuschreiben und Autorin zu sein, obwohl du auch noch was anderes warst. das ist meine persönliche Beutung. Also, wenn dir irgendjemand interessiert.
Genau, na gut.
Ja, muss der auch nicht. Wir haben, haben wir denn?

Rebekka:
[49:46] Kann auch noch was dazu sagen. Ich glaube, es ist geil. Also mir ist gar nicht schwer gefallen, weiter zu schreiben. Mir würde es also es ist mir eher schwer gefallen, mich dann zusätzlich auch auf irgendwelche anderen Sachen zu konzentrieren, die auch gemacht werden mussten, um Geld zu verdienen. Das war viel schwerer.
Das Schreiben an sich war also klar gibt's immer mal Tage, wo man dann irgendwie nicht so reinkommt oder wo man nicht so Lust hat, aber an sich ist das war das für mich immer leichter als alles andere. Also als die Sachen, die man
so im Alltag machen muss.

Richard:
[50:15] Schön zu hören. Kora haben wir denn noch einen Brief?

Kora:
[50:21] Ja, Hermine fragt zum Beispiel, was ist denn für dich so eine Methode, um besser reinzukommen, um in Stimmung zum Schreiben zu kommen.

Rebekka:
[50:29] Was ich ganz hilfreich finde ist zum Beispiel, wenn man sich sagt, ich habe jetzt nur eine Stunde Zeit, also ich darf nicht länger als eine Stunde machen. Das finde ich eine ganz gute Sache, um reinzukommen. Also wenn man sich so eine,
selber so eine strenge Einschränkung aufgibt.
Und so ein bisschen sanfter, wenn man jetzt nicht so nicht so krasse Grenzen will, finde ich, also ich mache mir gerne so ein bisschen so eine leise Musik an und eine Kerze. Ich habe immer meine Schreibkerze neben meinem Laptop stehen.
und das hilft mir auch schon so dieses mir so ein schönes Ambiente schaffen was ich mag, dann vielleicht noch einen Tee daneben stellen und es mir so gemütlich machen, das hilft mir auch immer.

Richard:
[51:07] Schön. dann frage ich dich mal noch, frag dich Kora noch eine letzte Frage von unserer Zuhörerinschaft.

Kora:
[51:17] Ja genau, die nächste Frage ist sehr hand on inwiefern ist der Gedanke an eine Zielgruppe beim Schreiben relevant für dich.

Richard:
[51:28] Also hast du sozusagen direkt jemand im Sinn.

Rebekka:
[51:35] ich hatte das früher gar nicht, also gerade bei ja also früher habe ich überhaupt nicht dran gedacht, wer das mal liest, aber ich glaube,
wo ich das auch gelernt habe, ist tatsächlich auch bei der Schreibwerkstatt, weil ich mich dann auch irgendwann angefangen habe, nicht mehr unbedingt zu schreiben mit dem Ziel, das wird jetzt der Wahnsinns
beste Text des Jahres, sondern ich habe geschrieben mit dem Ziel, hier sitzen diese fünf Leute und ich will, dass die fünf Leute vielleicht das eine, weiß nicht, zum Beispiel, einen Insiderwitz lustig finden, dem man nur versteht, wenn man in dieser Gruppe war oder so und dann
habe ich angefangen.
Teilweise auch wirklich dann für diese Gruppe zu schreiben und das ist ja auch schon ein Schreiben für eine Zielgruppe.
Ich glaube, dass ich das wirklich bei der Schreibwerkstatt zum ersten Mal so gemacht habe, nur für die, die's
dies lesen oder dies dann hören oder auch später in der Schule hatte ich mal ich hab mal ein Roman geschrieben als Schülerin wo meine,
Besten Freundinnen alle drin vorkamen und das hat natürlich auch eine ganz klare Zielgruppe gehabt.
Und ich finde, das ist hilfreich, also so wie viele Beschränkungen beim Schreiben hilfreich sind, finde ich. Also man
Auch eine Zielgruppe ist eine Beschränkung, die auch wieder kreativ machen kann und mir hilft das sehr, mir vorzustellen, wer sind die Menschen, für die ich das jetzt gerade schreibe und die das lesen oder hören sollen.

Richard:
[52:49] Ja, interessant. Und gibt es auch was, dass du dich in eine bestimmte Schreibstimmung bringen willst mit genau wie du es ja schon gesagt hast, mit Musik oder Film, dass du oder bestimmte Bücher sogar liest, einen bestimmten Schreibstil oder versuchst du das zu vermeiden, um deinen dir nicht wegnehmen zu lassen.

Rebekka:
[53:02] Jetzt beim Historischen habe ich tatsächlich auch Bücher gelesen, die von Menschen in dieser Zeit gehandelt haben,
Also ich habe da schon versucht, mich dann auch immer mal wieder also immer wieder in diese Zeit zu versetzen und das so in den Alltag auch so ein bisschen zu integrieren. Aber so extrem wie bei dem historischen Roman habe ich das sonst bei den gegenwärtigen Sachen nicht gemacht. Das war jetzt wirklich bei dem eine
Eine Premiere, dass ich mich da so extrem darauf fokussiert habe.

Richard:
[53:29] Passiert dir das denn, dass du so bisschen eine Schreibe annimmst von den Autorin, einem Auto, dem du viel liest.

Rebekka:
[53:35] Früher ist mir ganz viel passiert, da habe ich mich ständig dabei erwischt, wie ich dann irgendwie auch ein bisschen was imitiert habe.
Unseren Stil ausprobiert hab, den ich jetzt irgendwo cool fand, auch zum Beispiel bei ich glaub das ist auch viel passiert bei der Autorengruppe in Erlangen.
Ich glaube, da haben wir alle so ein bisschen gegenseitig unsere Stile ausprobiert, weil wir uns gegenseitig auch ziemlich super fanden. Das hat irgendwie mal ausprobieren wollten. m
und ich glaube dadurch lernt man ja auch ganz viel und feilt dann auch wiederum am eigenen Stil, in dem man so andere Stimmen ausprobiert. in der letzten Zeit ist es mir nicht mehr so bewusst aufgefallen, aber aus ganz ausschließen weiß nicht
man das kann.

Richard:
[54:13] Ja, mache ich auch nicht.
Also vielleicht die Frage, ob das so viel schlimm ist, aber wahrscheinlich je älter man wird, desto mehr schreibt man einfach sein Zeug runter. Immer.

Rebekka:
[54:23] Lässt sich einfach nichts mehr aus der Bahn.

Richard:
[54:25] Einfach.
So, ich setze mich jetzt hin, ist jetzt halb neun, dann schaffe ich bis dreizehn Uhr siebenunddreißig, dann gehe ich immer mit dem Hund raus und.
Wenn auch ihr Fragen stellen wollt an unsere Gäste. ich verrate euch nachher noch, wer nächste Mal kommt, dann könnt ihr uns entweder auf Instagram direkt schreiben oder ihr schreibt an Podcast at Schreibwerkstatt Minus Berlin P,
DE. Genau, da könnt ihr auch gern Feedback hinterlassen, wenn ihr das möchtet. Wenn ihr wissen wollt, wie man so schöne Einspieler von Podcastelfen bekommt,
gar nicht. Das geht
ja damit kommen wir zu einem Teil, der sehr direkt mit der Schreifwerkstatt zu tun hat, nämlich einer kleinen Schreibaufgabe oder Schreibgruppe, die wir für alle, die wollten
aufgeben wollen bis zum nächsten Mal.
und die sich ein bisschen an dem an dem Liegenlassen Thema orientiert. Wir wollen das nämlich als Schreibwerk als als Schreibgruppe sozusagen über ein paar Tage mal ausprobieren. Sag anderer Bäcker.

Rebekka:
[55:27] Ja, es passt jetzt auch dazu, ist mir gerade aufgefallen, was wir vorhin gesprochen haben, dass ich mich nicht aus meiner Komfortzone wage und immer das mache, das als Schreibgruppe gebe, was ich gerade eh selber mache.
Ja. Da ich ja jetzt gerade meinen Text liegen lassen musste, um ihn besser bearbeiten zu können, haben wir uns gedacht, das geben wir auch als Schreibaufgabe aufs nächste bis zur nächsten Folge. Und zwar,
wenn ihr Lust habt, schreibt einen Text, setzt euch hin, zehn Minuten, einfach drauf losschreiben, egal was, egal ob's
super oder nicht so super ist und einfach immer weiterschreiben, nicht sich selber unterbrechen, sondern ja, sich von von jedem Satz zum nächsten tragen lassen. dann diesen Text sechs Tage hat wie gesagt, ne.

Richard:
[56:12] Ja, fünf, sechs Tage.

Rebekka:
[56:13] Fünf, sechs Tage einfach mal liegen lassen, sich den gar nicht mehr angucken. und dann sich wieder dran setzen und ihn dann verwandeln, entweder stark kürzen, das Handgedicht wird oder ausbauen zu
Richard, du hattest es so schön gesagt irgendwie als Inhaltsangabe von einem Rom.

Richard:
[56:29] Draus
schon gesagt hast, wenn man sich vorher beschränkt, also du sagst eben, es dürfen maximal fünfzig Prozent oder dreißig Prozent der Wörter vorkommen
die in Text eins da waren, ist man extrem beschränkt und sozusagen dadurch angespornt, das zu machen, was macht, was wird dann aus dem Text? Wie verändert sich die Sprache das einfach auszuprobieren im sozusagen zweiten Schritt und im dritten Schritt.

Rebekka:
[56:54] Nochmal das Gleiche. Also wir lassen wieder sechs, fünf, sechs Tage liegen. und machen dann noch was drittes dadraus. Also was wieder sich vom vom zweiten.
Abhebt. Also aus dem zweiten Text nochmal einen dritten basteln mit den neuen Ideen, die vielleicht durch die durchs Liegenlassen wieder rumgekommen sind.

Richard:
[57:13] Ihn wieder auf die ursprüngliche Länge zum Beispiel zu bringen und mal schauen, ob man,
Genau und wenn ihr wollt, könnt ihr versuchen das vielleicht auch, können wir das uns über Instagram dann, dann sind das ja in ungefähr zehn bis zwölf Tagen, dass wir uns gegenseitig teilen, was wir geschrieben haben
dann können wir uns das angucken und dann ist das wie Ende einer normalen Schreibgruppe, wo man sich seine Ergebnisse noch einmal vorstellt, machen wir das dann auch
am Ende der zwei Wochen stellen wir unsere Ergebnisse auch vor von unserer kleinen Schreibgruppe,
Ja, danke für die schöne Idee. jetzt gegen Ende
dürfen wir noch uns selber, also vor allen Dingen du dich bewerben und Loope Preisen möchtest du die Zuhörerin auf etwas aufmerksam machen, dass man von dir gerade hören oder erwerben kann?

Rebekka:
[58:00] ich habe auch einen Podcast, also einen weiteren Podcast möchte ich hier gerne vorstellen.

Richard:
[58:07] Erzählen, erzähl.

Rebekka:
[58:08] Und zwar heißt dieser Podcast platonisch nackt
der ist entstanden aus der Arbeit mit meiner Freundin Rebecca Schild, die ja Psychologin ist und mit der ich zusammen das Sachbuchfreunde fürs Leben geschrieben hab und wir haben beim Schreiben gemerkt, dass wir unseren Austausch,
wahnsinnig inspirierend und schön finden, dass wir gar nicht aufhören wollen damit und deswegen haben wir einen Podcast dadraus gemacht. Wir sprechen jetzt alle zwei Wochen.
immer über ein Thema, was uns beide
einmal Richtung Psychologie und einmal Richtung Schreiben, also bewegt und wir nähern uns diesem Thema jeweils aus diesen beiden, also aus unseren beiden Berufen heraus zum Beispiel das Thema Konflikte
Das haben wir dann einmal psychologisch beleuchtet, aber auf der anderen Seite dann auch, wie schreibe ich einen Konflikt und m
Ja. Also einmal was für einen selber, aber auch fürs Schreiben,
Und da kommt die nächste Folge, nächste Woche Freitag, also wir haben auch einen Zwei-Wochen-Rhythmus, immer freitags.
Außer dieses Jahr, da haben wir uns noch nicht so geschafft mit dem Zwei-Wochen-Rhythmus, aber jetzt läuft das voll.

Richard:
[59:14] Schön. Ich will auch was empfehlen. Ich will die Leute empfehlen, die ohne es zu wissen, uns die Intro und Autromusik zur Verfügung gestellt haben. Das ist nämlich Wintergartan, das ist eine Band hauptsächlich ein
Mensch, Martin Mulin, ein Schwede, der mal eine Murmelmaschine gebaut hat, die Musik macht, die berühmt geworden ist
und dessen YouTube-Kanal mich gerade dermaßen erfreut und inspiriert, der seit drei Jahren versucht, eine neue Murmelmaschine zu bauen und daran
fantastisch in fantastische Art und Weise fast scheitert und dabei ganz großartig weiter versucht das fertig zu machen zwischendurch fantastische Musik macht,
schön Humor hat. das teile ich gerade mit meinen großen Kindern auch, mit denen ich das zusammen gucke.
Und selber freut es mich einfach total ihn sozusagen beim immer weitermachen, nicht nicht aufgeben zuzuschauen und so schöne Ideen haben,
Genau, Wintergartan, ein YouTube-Kanal geschrieben wie Winter und dann Gatan heißt Milchstraße, also so heißt die Milchstraße auf Schwedisch.

[1:00:15] Genau, das wollte ich empfehlen. Dann erzähle ich euch noch, dass in zwei Wochen Frank Sorge zu Gast ist und das ist nicht irgendjemand. Nein.
Frank Sorge ist der Vorsitzende des Vereins Kreatives Schreiben e.V. und damit natürlich,
die höchste Prominenz, die wir uns quasi einladen können, schon zur zweiten Sendung hat sie zugesagt. Ich bin gespannt, was Frank zu erzählen hat, der hat natürlich noch viel mehr Schreibwerkstätten auf die er zurückblicken kann,
von denen ich auch überhaupt keine Ahnung hab. Als wir beide uns kennengelernt haben, war ich also genau, ich war ja, wir haben uns auch in der Schreibwerkstatt kennengelernt. Damals hieß ich übrigens auch noch Schild
kannst du Rebekka hier erzählen.

Rebekka:
[1:00:49] Stimmt. Oh, das hatte ich ja voll vergessen.

Richard:
[1:00:52] Da freut die sich bestimmt total drüber. und genau, also wird wird Frank zu Gast sein am zwölften Februar. Ja, mal schauen, wie das sein wird. ja, sonst freue ich mich sehr, dass du zu Gast warst. Vielen Dank Rebekka.

Rebekka:
[1:01:07] Ich freue mich auch, es hat viel Spaß gemacht mit euch. Vielen Dank.

Richard:
[1:01:09] Genau, nächste Mal wird Kora auch hoffentlich nicht allzu viele Feedback-Probleme haben und direkt in der in der Fragerunde dabei sein können. ja, dann habt es noch schön.

Richard:
[1:01:24] In den Freitag oder jeden anderen Tag.

Rebekka:
[1:01:52] Besonders.